"einer unserer vielversprechendsten und produktivsten Komponisten"

Sarolta Kodály
(Witwe von Zoltán Kodály)

Robert Gulya, 1973 geboren, studierte am Béla-Bartók-Konservatorium sowie an der Franz-Liszt-Akademie in seiner Heimatstadt Budapest (Ungarn). Danach setzte er die Ausbildung an der Universität für Musik in Wien fort und belegte im Jahr 2001 ein Förderprogramm für Filmmusik an der Universität von Los Angeles (USA).

Viele Kompositionen von Robert Gulya werden weltweit von namhaften Musikern interpretiert, unter ihnen Béla Drahos (Flöte, Dirigent), János Kovács (Dirigent), Johanna Beisteiner (Gitarre), Otto Sauter (Trompete), Roland Szentpáli (Tuba), Brass in Five (Blechbläserquintett), die Budapester Symphoniker sowie das Franz Liszt Kammerorchester. Außerdem arbeitete er mit international renommierten Filmregisseuren und Produzenten wie Matthew Marconi, Matt Levin, Tamás Sas, Christopher Farley, Balazs Hatvani, Gergely Fonyo, Dennis Ward, Dominick Domingo, Zsolt Bernáth, Emil Novák und Attila Égerházi. Robert Gulya wurde bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet: Best Score Feature für den Film Atom Nine Adventures beim internationalen AOF Filmfestival (USA 2008), Albert Szirmai-Preis (Budapest 1996), Prix Mercure der Internationalen Sommerakademie Prag-Wien-Budapest (1995) u.a.  Seine Werke erscheinen beim Schweizer Verlag Editions BIM.

Werke für Gitarre:

Konzert für Gitarre und Orchester:
Uraufführung: 24. 10. 2009 im Hubay-Saal (Budapest); Interpreten: Johanna Beisteiner, Budapester Symphoniker, Leitung: Béla Drahos; auf DVD und CD bei Gramy Records erschienen

Der Milonguero und die Muse (Tango):

- Erste Fassung: Gitarre und Streicher; Musik zum gleichnamigen Videoclip (2008)
Johanna Beisteiner, Rafael Ramirez, Budapester Symphoniker, Leitung: Géza Török

- Zweite Fassung: Flöte, Gitarre und Streichorchester
Uraufführung: 24. 10. 2009 im Hubay-Saal (Budapest); Interpreten: Béla Drahos, Johanna Beisteiner, Budapester Symphoniker
Beide Fassungen sind auf DVD bei GRAMY Records erschienen.

Capriccio für Gitarre und Klavier:
Uraufführung: 30. April 2006 im Teatro della Concordia (Italien)
Interpreten: Johanna Beisteiner, Wanda Mazalin; auf CD bei Gramy Records erschienen

Feen-Tanz (Fairy Dance) für Gitarre solo:
Uraufführung: 8. Jänner 2000 im Bernardi-Saal, Wiener Neustadt (Österreich)
Interpretin: Johanna Beisteiner; auf CD bei GRAMY Records erschienen

Sternenhimmel-Präludien (Night sky Preludes) für Gitarre solo:
Uraufführung: 30. April 2007 im Teatro della Concordia (Italien)
Interpretin: Johanna Beisteiner

Werke für andere Instrumente:

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1:
Uraufführung: 1997 beim Galakonzert des 1. Internationalen Kompositionswettbewerbs In Memoriam Zoltán Kodály, Franz-Liszt-Akademie in Budapest (Ungarn)
Interpreten: László Sáran, Budapester Symphoniker, Dirigent: János Kovács
auf CD veröffentlicht durch das Kodály Institut Budapest, BR 0156

Konzert für Tuba und Orchester:
Uraufführung: Februar 2000 in Danzig, Polen; Interpreten: Roland Szentpáli, Danziger Philharmoniker

Launen für Blechbläserquintett:
Uraufführung: 2005, Budapest; Interpreten: Ewald Quintett, Brass in Five

Burleske für Tuba und Klavier:
Uraufführung: 1995 bei der Internationalen Sommerakademie Prag-Wien-Budapest
Interpreten: Roland Szentpáli, Robert Gulya

Die Stimme des Delphins für Klavier:
Uraufführung: 2001, Künstlerklub Fészek, Budapest; Interpret: Robert Gulya

Erinnerung an eine verlorene Welt – eine Geschichte über das legendäre Atlantis für Chor und Orchester:
Frühwerk; Uraufführung: 1996, Franz-Liszt-Akademie, Budapest
Interpreten: Budapester Symphoniker, 8+8 Chor, Dirigent: Zsolt Hamar 

Messe:
Frühwerk; Uraufführung: 1992 in der Franz-Liszt-Akademie, Budapest

Filmmusik, u. a. :
Truce (USA 2004, Regie: Matthew Marconi)
The Boy Who Cried (USA 2005, Regie: Matt Levin)
S.O.S. Love! (HU 2007, Regie: Tamás Sas)
Atom Nine Adventures (USA 2007, Regie: Christopher Farley)
9 and a half dates (HU 2007, Regie: Tamás Sas)
Themoleris (HU 2007, Regie: Balazs Hatvani)
Bamboo Shark (USA 2008; Regie: Dennis Ward)
Outpost (USA 2008; Regie: Dominick Domingo)
Made in Hungaria (HU 2008, Regie: Gergely Fonyo)
Illusions (HU 2009, Regie: Zsolt Bernáth)
Night of Singles (HU 2010, Regie: Tamás Sas)
Truly Father (HU 2010, Regie: Emil Novák)

Externe Links:

Offizielle Webseite: www.robertgulya.com , www.rgmusic.hu
Interscore Film Music Productions: www.interscore.hu

Editions BIM: www.editions-bim.com

Interview mit Robert Gulya über sein Gitarrenkonzert (ungarisch):
Muzsika, August 2004

Interview mit Robert Gulya über das Klavierkonzert Nr. 1 (ungarisch):
Muzsika, 08/2000

Klavierkonzert Nr. 1 Audio

CD-Info


1937 – 2005

Gitarrist und Komponist

Der russische Gitarrist und Komponist Eduard Shafransky wurde am 16. Oktober 1937 in der sibirischen Stadt Krasnojarsk geboren und begeisterte sich schon in frühester Kindheit für Musik. Er spielte Klarinette in einem Blasorchester, ein Nachbar erteilte ihm den ersten Unterricht auf der Gitarre. 1961 wurde Shafransky in die Gitarrenklasse von D. D. Kochnev an der Tschaikovsky-Musikhochschule von Sverdlovsk (heute: Ekaterinburg) aufgenommen und legte nach nur 4 Jahren das Staatsexamen ab. In den 80er-Jahren widmete sich Eduard Shafransky auch der Laute und gründete das Ensemble für Alte Musik Renaissance, das aus hervorragenden Musikern wie V. Milstein (Viola d’amore), E. Gorsalchik (Blockflöte), V. Malinovsky (Cello), V. Tokarev (Querflöte) und V. Yarkov (Cello) zusammengesetzt war. In diesem Ensemble spielten gelegentlich auch Solisten des Sverdlovsker Opernhauses, S. Salisnyak und G. Shulgina, sowie eine Solistin des Petersburger Mariinsky-Theaters, O. Kondina. Ebenso initiierte und organisierte Shafransky in Ekaterinburg das erfolgreiche Festival April-Abende, das 13 Jahre lang veranstaltet wurde. In seinen letzten Lebensjahren widmete sich Shafransky wieder verstärkt der Gitarre und komponierte eine Reihe von Solostücken für dieses Instrument. Im März 2002 lernte er im Ekaterinburger Dom Aktyora die österreichische Gitarristin Johanna Beisteiner kennen, die seither seine Musik spielt. Eduard Shafransky starb am 18. Dezember 2005.

Werke für Gitarre solo, uraufgeführt von Johanna Beisteiner:

Gedanken zu einem Bild von Caravaggio – Die Lautenistin:
Uraufführung: 29. Oktober 2007, Dom Aktyora, Ekaterinburg (Russland)
Dieses Werk bildet auch die musikalische Grundlage zum Videoclip Caravaggio oggi, der 2010 interpretiert von Johanna Beisteiner bei Gramy Records auf DVD erschienen ist.

Nacht in Granada:
Uraufführung: 29. Oktober 2007, Dom Aktyora, Ekaterinburg (Russland)

Requiem für Gitarre solo:
Uraufführung: 24. September 2004, Kirche St. Blasien, Paudorf (Österreich)

Die alten Viertel von Alania:
Uraufführung: 18. Mai 2009, Festival Bravo, Dom Aktyora, Ekaterinburg (Russland)

Die Gesänge der Brandung:
Uraufführung: 18. Mai 2009, Festival Bravo, Dom Aktyora, Ekaterinburg (Russland)